Finanzskandal

Jeffrey Skilling

 Jeffrey Skilling
Foto: Kypros/Getty Images
Jeffrey Skilling war der CEO des Energieunternehmens Enron, der wegen mehrfachen Betrugs und Insiderhandels für schuldig befunden wurde.

Wer ist Jeffrey Skilling?

Jeffrey Skilling erwarb seinen MBA in Harvard, bevor er für die Firma McKinsey arbeitete. Er trat 1990 in die Belegschaft des Energieunternehmens Enron ein und wurde in wenigen Jahren Chief Operating Officer und dann CEO, wo er mit Kenneth Lay zusammenarbeitete. Sowohl Skilling als auch Lay wurden im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch des Unternehmens im Jahr 2001 des massiven Betrugs für schuldig befunden.



Frühen Lebensjahren

Skilling wurde am 25. November 1953 in Pittsburgh, Pennsylvania, geboren. Als zweites von vier Kindern erhielt Jeffrey Skilling seinen B.S. in angewandten Wissenschaften von der Southern Methodist University im Jahr 1975 und seinen M.B.A. in Harvard im Jahr 1979. Nach seinem Abschluss arbeitete er für McKinsey & Company in deren Energie- und Chemieberatungsbüros.

CEO von Enron

1990 wurde Skilling von Kenneth Lay von McKinsey abgestellt, um bei der Enron Corporation zu arbeiten. Skilling wurde zum Chairman und Chief Executive Officer der Enron Finance Corporation und 1991 zum Chairman der Enron Gas Services Company ernannt. 1997 wurde er zum President und Chief Operating Officer befördert. In dieser Eigenschaft trieb Skilling eine aggressive Investitionsstrategie voran und trug dazu bei, Enron zum größten Gas- und Stromgroßhändler zu machen, mit einem Handelsvolumen von 27 Milliarden US-Dollar in einem Quartal. Er wurde 2001 zum CEO von Enron ernannt und ersetzte Lay.





Insolvenz- und Verbrechensgebühren

Langsam aber sicher baute Enron ein Kartenhaus, indem es erwartete zukünftige Gewinne als tatsächliche Gewinne aufzeichnete, um den Aktienkurs aufzublähen. Im August 2001, inmitten der kalifornischen Energiekrise, trat Skilling unerwartet zurück und verkaufte Enron-Aktien im Wert von fast 60 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen meldete im Dezember 2001 Insolvenz an.

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Im Jahr 2006 wurde Skilling wegen mehrerer Straftaten auf Bundesebene verurteilt, darunter Insiderhandel, Wertpapierbetrug und falsche Angaben gegenüber Wirtschaftsprüfern. Zum Zeitpunkt des Zusammenbruchs im Dezember 2001 war die Insolvenz von Enron die größte in der Geschichte der USA und kostete Investoren Milliarden und 20.000 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz und in vielen Fällen ihre Ersparnisse.



Skilling wurde zu einer Geldstrafe von 45 Millionen US-Dollar und zu 24 Jahren und 4 Monaten Gefängnis verurteilt. Er wurde zuerst in die Federal Correctional Institution in Waseca, Minnesota, gebracht und dann in eine Gefängniseinrichtung in Colorado verlegt. Im Jahr 2013 reduzierte ein Bundesrichter Skillings Haftstrafe um ein Jahrzehnt. Als Teil des Deals ließ Skilling seine verbleibenden Berufungen fallen und übergab eine Rückerstattung in Höhe von 40 Millionen US-Dollar, die zurückgehalten worden waren, während Skilling seine Berufungen verfolgte. Im Jahr 2014 wurde Skilling in ein Mindestsicherheitsgefängnis in Alabama verlegt. Er wurde am 20. Februar 2020 aus einem Übergangsheim in Texas entlassen.

Persönliches Leben

Skilling hat eine Tochter und zwei Söhne aus seiner ersten Ehe, die 1997 geschieden wurde. Im März 2002 heiratete er Rebecca Carter, eine ehemalige Enron-Managerin.