Klarinda

Glen Miller

 Glen Miller
Bandleader Glenn Miller inspirierte die Generation des Zweiten Weltkriegs und stärkte die Moral mit vielen populären Songs.

Wer war Glenn Miller?

Bandleader und Musiker Glenn Miller inspirierte die Generation des Zweiten Weltkriegs. Er war einer der beliebtesten Bandleader der späten 1930er und frühen 1940er Jahre mit Songs wie „Moonlight Serenade“ und „Tuxedo Junction“. 1942 trat Miller in die US-Armee ein und wurde beauftragt, die Army Air Force Band zu leiten. Er stärkte die Moral der Truppen mit seinen vielen populären Liedern, bevor er auf mysteriöse Weise auf einem Flug von England nach Paris, Frankreich, verschwand. Millers Originalaufnahmen werden weiterhin millionenfach verkauft.



Frühen Lebensjahren

Der am 1. März 1904 in Clarinda, Iowa, geborene Bandleader und Musiker Glenn Miller begann als Kind Mandoline zu spielen, wechselte aber schnell zum Horn. Seine Familie zog in seiner Jugend mehrmals um – nach Missouri, dann nach Nebraska und schließlich 1918 nach Colorado. In der High School in Fort Morgan, Colorado, spielte Miller in der Schulband. Nach seinem Abschluss im Jahr 1921 wurde er Profi und wurde Mitglied von Boyd Senters Orchester.

1923 verließ Miller das Orchester, um aufs College zu gehen. Er verbrachte ein Jahr an der University of Colorado, bevor er abbrach, um ins Musikgeschäft zurückzukehren. Miller zog nach Los Angeles, Kalifornien, und arbeitete eine Zeit lang mit Ben Pollacks Band. Anschließend ging er nach New York City, wo er als Posaunist und Arrangeur freiberuflich tätig war. 1934 wurde Miller zusammen mit seinem Bruder Jimmy Dorsey musikalischer Leiter von Tommy Dorseys Band. Anschließend gründete er ein amerikanisches Orchester für den britischen Bandleader Ray Noble.





König des Swings

Während er 1935 zum ersten Mal unter seinem eigenen Namen aufnahm, kämpfte Miller mehrere Jahre, bevor er sich als Musiker und Bandleader etablierte. Er gründete sein eigenes Orchester und stellte es dann mehrmals um, bis er die Gewinnerkombination fand. Es war der Auftritt seiner Band im berühmten Glen Island Casino in New Rochelle, New York, im Jahr 1939, der dazu beitrug, Miller auf die Landkarte zu bringen. Ihre Auftritte dort wurden im Radio übertragen, was ihnen große öffentliche Aufmerksamkeit verschaffte.

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Im selben Jahr landete Miller mit „Wishing (Will Make It So)“ seinen ersten Hit. Er schrieb seine noch größere Erfolgssingle „Moonlight Serenade“, die 1939 ebenfalls die Charts erklomm. Mit ihrem unverwechselbaren Swing-Jazz-Stil wurden Miller und sein Orchester zur besten Tanzband des Landes. Mit Titeln wie „In the Mood“, „Tuxedo Junction“ und „Pennsylvania 6-5000“ dominierten sie 1940 die Musik-Charts.



1941 drehte Miller seinen ersten Film, Sun Valley-Serenade , mit Sonja Henie. Der Film enthielt einen weiteren seiner Signature-Songs „Chattanooga Choo Choo“. Im folgenden Jahr trat er in auf Orchesterfrauen (1942). Im selben Jahr musste Miller seine erfolgreiche Musikkarriere beiseite legen, um seinem Land zu dienen. Er wurde in die US-Armee eingezogen und wechselte später zur Army Air Force.

Geheimnisvoller Tod

Miller leitete die U.S. Army Air Force Band, die während des Zweiten Weltkriegs zahlreiche Auftritte zur Unterhaltung der Truppen gab. Er war 1944 in England stationiert, als er erfuhr, dass seine Band nach Paris gehen sollte. Am 15. Dezember bestieg Miller ein Transportflugzeug, das in die gerade befreite französische Hauptstadt flog. Dort wollte er die neue Konzertreihe seiner Gruppe vorbereiten, kam aber nie an.



Was mit Millers Flugzeug passiert ist, bleibt ein Rätsel. Weder das Flugzeug noch Millers Leiche wurden jemals geborgen. Er hinterließ seine Frau Helen und ihre beiden Kinder. Millers Militärkapelle spielte noch Monate nach seinem Tod, und das Glenn Miller Orchestra wurde nach dem Krieg wiederbelebt, um sein Vermächtnis zu ehren. Sammlungen seiner größten Hits waren auch nach seinem Tod mehrere Jahre lang in den Charts erfolgreich. Jimmy Stewart spielte später in dem beliebten Film mit Die Glenn-Miller-Story (1954), die lose auf Millers Leben basierte.